Richter Dias Toffoli vom Obersten Wahlgerichtshof (TSE) entschied, dem Präsidentschaftskandidaten Renan Santos (Missão) die Teilnahme an Wahldebatten und den Zugang zu Mitteln aus dem Wahlfonds und Parteifonds zu untersagen. Die Entscheidung basierte auf der fehlenden Offenlegung seiner sozialen Netzwerke zum Zeitpunkt der Kandidaturregistrierung, was gegen eine durch die Wahlgesetzgebung festgelegte Regel verstößt.
Dieselbe Entscheidung könnte auf andere Kandidaten angewendet werden, die sich in der gleichen Situation befinden. Dazu gehören der ehemalige Minister André Fufuca (PP), der einen Senatssitz für Maranhão anstrebt, der Vizegouverneur von São Paulo Felício Ramuth (MDB), sowie mindestens fünf Bundesabgeordnete und zwei Landesabgeordnete, die in diesem Jahr erneut antreten.
Insgesamt gaben 2.741 Kandidaten bei der Registrierung kein einziges Social-Media-Profil an. Diese Information wurde von der Zeitung O Estado de S. Paulo enthüllt und vom GLOBO durch die Verknüpfung offizieller Daten bestätigt. Es besteht die Möglichkeit, dass einige Kandidaten keine digitalen Mittel in ihren Kampagnen verwenden, aber alle in dem Bericht einzeln analysierten Fälle verstießen gegen die Regeln innerhalb der festgelegten Frist.




