Der spanische Landwirt Juan Carlos enthüllte, dass er etwa einen Euro für jedes Kilo Tomaten erhält, das er produziert, während derselbe Artikel in den Regalen der Supermärkte zwischen 2,50 und 3 Euro kostet. Dieser Preisunterschied von bis zu dem Dreifachen machte auf die Ungleichheit in der spanischen Lebensmittelkette aufmerksam.
Zwischen der Produktion und dem Verkauf an den Verbraucher gibt es verschiedene Etappen, die Transport, Lagerung, Vertrieb und Vermarktung umfassen, was die Preisspanne teilweise erklärt. Die Landwirte verteidigen jedoch seit mehreren Jahren, dass die Verteilung des Werts entlang dieser Kette nicht ausgewogen ist.
Die Situation wird durch die gestiegenen Kosten, die die Erzeuger tragen müssen, noch delikater, einschließlich der Verteuerung von Produktionsfaktoren, widriger Wetterbedingungen und der Konkurrenz durch importierte Produkte. Einen Euro pro Kilo zu erhalten entspricht nicht dem Gewinn des Landwirts, da dieser Betrag alle mit der Produktion verbundenen Kosten decken muss.
In Spanien existiert ein Gesetz über die Lebensmittelkette, das verhindern soll, dass die Erzeuger unter den Produktionskosten verkaufen, aber die Organisationen des Agrarsektors verteidigen weiterhin eine bessere Kontrolle und eine wirksamere Durchsetzung dieser Regeln. Viele Landwirte warnen vor der Schwierigkeit, die Betriebe rentabel zu halten, und vor dem Mangel an jungen Menschen, die daran interessiert sind, im Sektor weiterzuarbeiten.




