Kardinal Marc Ouellet hat einen Verleumdungsprozess gegen eine Frau gewonnen, die ihn vor vier Jahren der sexuellen Übergriffe beschuldigt hatte. Das Oberste Gericht von Quebec gab dem kanadischen Kardinal recht und entschied, dass die Anschuldigungen verleumderisch waren.
Die Frau hatte 2020 eine Beschwerde gegen den Kardinal eingereicht, aber das Gericht entschied zu seinen Gunsten im Verleumdungsfall. Marc Ouellet, der Kanadier ist und früher Präsident der Kongregation für die Bischöfe im Vatikan war, wird eine Entschädigung von 100.000 Dollar erhalten.
Dieser Fall ereignet sich in einer Zeit, in der die Katholische Kirche mit zahlreichen Anschuldigungen sexueller Übergriffe konfrontiert ist. Kardinal Ouellet war eine wichtige Figur in der Kirchenhierarchie und leitete das Departement, das für die Ernennung von Bischöfen weltweit verantwortlich war.
Das Gerichtsurteil stellt einen bedeutenden Sieg für Marc Ouellet dar, der die Anschuldigungen stets bestritten hat. Die Höhe der Entschädigung spiegelt die Ernsthaftigkeit wider, mit der das Gericht die Verleumdung beurteilt hat, die gegen den kanadischen Prälaten begangen wurde.



