John Ternus hat am Dienstag die Führung bei Apple übernommen und Tim Cook als CEO des Technologieriesen aus Cupertino abgelöst. Mit 51 Jahren ist der neue Chef ausgebildeter Maschinenbauingenieur, kam 2001 zu Apple und verbrachte mehr als zwei Jahrzehnte im Unternehmen, wo er die Hardware-Entwicklung mehrerer Generationen des iPad, iPhone, AirPods, Apple Watch und Vision Pro leitete und den Übergang der Macs zu Apple-Silicon-Prozessoren vorantrieb. Tim Cook übernimmt nun den Posten des geschäftsführenden Vorsitzenden des Verwaltungsrats und bleibt dem Unternehmen nach 15 Jahren an der Spitze der Geschäftsführung verbunden.
Die größte Herausforderung für Ternus ist die Beschleunigung im Rennen um künstliche Intelligenz, in einer Zeit, in der Apple versucht, Apple Intelligence als zentralen Bestandteil seines Ökosystems zu etablieren. Das Unternehmen konkurriert mit Gruppen wie Google, Microsoft, Anthropic und OpenAI, die in diesem Bereich weiter fortgeschritten sind. Die neue Version der Assistentin Siri, die im Juni vorgestellt wurde, ist mit Einschränkungen bei der Verfügbarkeit auf den Markt gekommen und bleibt weiterhin von behördlichen Anforderungen in Märkten wie der Europäischen Union und China abhängig.
Am 9. September veranstaltet Apple sein jährliches Event, bei dem voraussichtlich das erste faltbare iPhone der Marke vorgestellt wird – das wird das erste große Forum für Ternus als CEO sein. Dieser Launch würde den Einstieg von Apple in ein Segment markieren, in dem Samsung, Xiaomi, Huawei und Honor bereits seit mehreren Jahren tätig sind. Der neue CEO muss demonstrieren, dass er sein tiefes Hardware-Wissen in eine Welle der Innovation umsetzen kann, nachdem das Unternehmen häufig dafür kritisiert wurde, nur schrittweise Weiterentwicklungen vorzustellen.
In China wird Ternus mit einer komplexen Gleichung konfrontiert sein. Das Land ist gleichzeitig ein wichtiger Markt für Apple-Verkäufe und das wichtigste Zentrum seiner Produktionskette, aber die Konkurrenz lokaler Hersteller nimmt zu und die Spannungen zwischen Washington und Peking schaffen zusätzliche Risiken. Apple entwickelt angeblich ein eigenes Sprachmodell




