Eine internationale Ausstellung mit dem Titel "ARCA. Architekturen des Bruchs, Körper und Abwesenheiten" ist im Chiado-Gebäude des Stadtmuseums Coimbra bis zum 22. November zu sehen. Die Ausstellung vereint zwanzig portugiesische und spanische Künstlerinnen, die über die auf der Iberischen Halbinsel fortbestehenden Geschlechterungleichheiten nachdenken und Themen wie den Zugang zum Arbeitsmarkt, die Präsenz in Führungspositionen, die Einkommensschere und die Verteilung der Hausarbeit und der Fürsorgeaufgaben behandeln.
Die Leitung und Kuratierung der Ausstellung liegt bei Victoria Esgueva López und Susana García Rams, Dozentinnen und Forscherinnen der Polytechnischen Universität Valencia in Spanien. Die gezeigten Werke sind unveröffentlichte Gemälde, die eigens für dieses Projekt konzipiert wurden, basierend auf einem Ansatz, der künstlerische Schöpfung, Forschung und soziale Analyse verbindet.
Ausgangsmaterial für die Erschaffung der Werke sind offizielle Statistiken, institutionelle Berichte und Daten internationaler Observatorien aus Spanien und Portugal. Die objektiven Daten werden in künstlerische Materie verwandelt und entstehen Bilder und Erzählungen, die das Publikum ansprechen und zum Nachdenken über Realitäten anregen sollen, die oft normalisiert oder unsichtbar sind.
Der Besuch der Ausstellung ist kostenfrei. Zu den teilnehmenden Künstlerinnen gehören unter anderem Ana Tomás, Célia Bragança, Regina Costa, Manuela Cristóvão, Sónia Rafael und Maria do Carmo Raminhas Mendes. Nach Coimbra setzt die Wanderausstellung "ARCA" ihren Weg in verschiedenen Ausstellungsorten in Spanien fort. Das Projekt knüpft an die preisgekrönte Erfahrung von "NA-INMENSO: Das Wort in der Kunst" an, hat jedoch eine eigene konzeptuelle und formale Identität.




