Die Quercus protestiert gegen den Vorschlag zur Erweiterung des Industrieparks von Tortosendo in Covilhã, was das Fällen von etwa 1400 Korkeichen zur Folge haben könnte, von denen Dutzende über hundert Jahre alt sind. Die Umweltorganisation ist der Ansicht, dass das Bestehen dieses Baumbestands eine Überprüfung der für das Gebiet vorgesehenen Bodennutzungsklassifizierung erforderlich machen sollte, die auch zwei Wasserläufe, drei Weiher und mehrere Quellen umfasst. Der Vorschlag ist Teil der Überarbeitung des Kommunalen Flächennutzungsplans von Covilhã, der bis zum 4. September zur öffentlichen Stellungnahme ausliegt.
Die Erweiterung würde auch die Enteignung von zehn Häusern mit Erstwohnungscharakter erfordern. Die Quercus hinterfragt die Notwendigkeit einer Erweiterung des Parks und erklärt, dass der behauptete Platzmangel nicht ausreichend begründet sei, da bereits erschlossene Industrieflächen vorhanden sind, die noch nicht genutzt werden. Laut der Vereinigung liegt der wahre Grund in den von den aktuellen Grundstückseigentümern verlangten Preisen für die Lose, die niemand kaufen möchte.
Die Quercus kritisiert auch, dass der Korkeichenbestand nicht in der Vorbehaltskarte der Gemeinde identifiziert ist, obwohl das Institut für Naturschutz und Forstwesen (ICNF) die Gemeindeverwaltung förmlich über das Bestehen der Bäume informiert hat. Der Korkeichen ist durch das Dekret-Gesetz Nr. 169/2001 geschützt, das sein Schneiden einschränkt und eine Genehmigung der zuständigen Behörden erfordern kann.
Die Organisation appelliert an ICNF und CCDR-Centro, die Zerstörung des Baumbestands nicht zu genehmigen, ohne dass das Fehlen machbarer Alternativen nachgewiesen ist, und bittet die Bürger, sich an der öffentlichen Diskussion zur Überarbeitung des PDM zu beteiligen.




