Ein restriktives Zungenbändchen liegt vor, wenn das Gewebe, das die Zunge am Mundboden befestigt, deren Beweglichkeit einschränkt und die Entwicklung des Kindes in verschiedenen Lebensphasen beeinträchtigen kann. Viele Eltern erfahren von diesem Zustand erst, wenn Schwierigkeiten beim Stillen, bei der Ernährung oder beim Sprechen auftreten.
Bei Säuglingen zeigen sich erste Anzeichen häufig während des Stillens, darunter Schwierigkeiten beim Halten der Brustwarze, sehr lange Stillmahlzeiten, schnelle Erschöpfung, Einschlafen an der Brust ohne effektive Nahrungsaufnahme, Schmatzgeräusche, Verschlucken, Milchaustritt aus dem Mund und unterdurchschnittliche Gewichtszunahme. Mütter können zudem unter anhaltenden Schmerzen und rissigen Brustwarzen leiden.
Mit dem Wachstum des Kindes können Schwierigkeiten beim Kauen, beim Bewegen der Nahrung im Mund, beim korrekten Schlucken und Sprachveränderungen auftreten, da bestimmte Laute eine gute Zungenanhebung erfordern. Die niedrige Zungenposition im Mund kann zudem zu Veränderungen im kraniofazialen Wachstum, überwiegender Mundatmung und der Entwicklung eines höheren und engeren Gaumens beitragen.
Der Artikel beruhigt Eltern, indem er betont, dass ein kurzes Zungenbändchen nicht automatisch eine Behandlung erforderlich macht, und dass es entscheidend ist, die Funktionalität der Zunge und die Auswirkungen auf den Alltag des Kindes zu bewerten. Bei Fragen oder anhaltenden Anzeichen wird eine fachärztliche Untersuchung durch einen Kindersprachtherapeuten empfohlen, wie Inês Silva von der Vaz Nobre Clínica.




