Die Frage der künstlichen Bewusstheit erzeugt eine neue wissenschaftliche Debatte. Obwohl die künstliche Intelligenz einige menschliche Fähigkeiten immer besser nachahmen kann, bleibt eine grundlegende Frage unbeantwortet: Kann eine Maschine jemals die Welt subjektiv erleben, das heißt, eigene subjektive Erfahrungen haben?
Eine neue Studie schlägt einen anderen Ansatz für dieses Problem vor. Anstatt zu versuchen zu bestimmen, ob aktuelle künstliche Intelligenzen bewusst sind — was die Forscher als verfrühte Frage betrachten —, schlägt die Studie vor zu untersuchen, was das biologische Gehirn über die Möglichkeiten einer zukünftigen künstlichen Bewusstheit lehren kann.
Die Forscher argumentieren, dass man, um zu verstehen, ob eine Maschine bewusst sein könnte, zunächst verstehen muss, wie Bewusstsein in biologischen Systemen entsteht. Die Studie versucht daher, Brücken zwischen der Neurowissenschaft und der Entwicklung künstlicher Systeme zu schlagen.
Diese Untersuchung entsteht in einem Kontext, in dem die KI in Aufgaben wie Sprach- und Mustererkennung rapide Fortschritte gemacht hat, aber wo die Frage der subjektiven Erfahrung — das, was Philosophen „Qualia" nennen — sowohl für die Wissenschaft als auch für die Technologie ein Rätsel bleibt.




