Die Kolumnistin Licínia Quitério reflektiert über das Konzept der Ferien und behandelt die vielfältigen Perspektiven, mit denen diese Idee im Leben der Menschen auftaucht: vor, während und nach ihnen. Der Text erscheint als persönliche Reflexion nach der Rückkehr aus dem Monat August, einer Zeit, die traditionell mit Ruhe verbunden ist.
Der Monat August brachte eine Reihe schwerwiegender Ereignisse mit sich: klimatische Tragödien, politische Fehltritte, soziale Misere, Kriege und Tod. Die Autorin warnt vor dem zunehmenden Missverständnis zwischen dem Planeten und der Menschheit und macht den Missbrauch der natürlichen Ressourcen, die Ungleichheit bei der Verteilung, die Gleichgültigkeit gegenüber der Wissenschaft und die grenzenlose Gier für den Zusammenbruch des Gleichgewichts der Naturelemente verantwortlich.
Die Kolumnistin kritisiert heftig die Auswirkungen von CO2 und das Schmelzen der Polkappen und hinterfragt die Fortsetzung der Ölförderung. Sie prangert auch die Klima-Leugner an, die sich an der Macht festsetzen, und beschreibt sie als lächerliche, ignorante und monsterhafte Wesen, die die Luft verpesten.
Licínia Quitério gesteht, keine Ferien gehabt zu haben, oder als Rentnerin immer oder nie in Ferien zu sein. Sie kehrt von sich selbst traurig und wütend zurück und zeigt wenig Sympathie für die Menschheit, obwohl sie noch an deren Güte und Intelligenz glaubt, da sie keine andere Erde und kein anderes Volk kennt. Licínia Quitério, gebürtig aus Mafra, ist Dichterin und Schriftstellerin, geboren 1940.




