Kastanienproduzenten aus Cova de Lua, einem Dorf der Gemeinde Bragança im Naturpark Montesinho, sehen sich seit Jahren mit Schäden konfrontiert, die von Hirschen verursacht werden, welche die Kastanienhaine zerstören. Am Donnerstag forderte der Ausschuss für Gemeinschaftsweiden Verantwortlichkeiten vom Institut für Naturschutz und Wälder (ICNF), der für die Genehmigung der Dichtekorrektur dieser Wildtierart zuständigen Stelle.
Ende Juli beantragte die Gemeindeverwaltung von Espinhosela, zuständig für das Jagdgebiet in Cova de Lua, beim ICNF eine Genehmigung zur Dichtekorrektur, die für den Zeitraum vom 1. bis 15. August erteilt wurde. Der Bürgermeister Octávio Reis versicherte jedoch, dass die Zeit nicht ausreichte und kein Tier erlegt wurde. Es wurden zwei Hirsche beantragt, doch das ICNF genehmigte nur den Abschuss eines männlichen Tieres und betrachtete die Maßnahme als „verhältnismäßig und angemessen" angesichts der verfügbaren Elemente.
Fünf Tage nach einer Bitte um Klärung seitens der Agentur Luther antwortete das ICNF, dass ein neuer Antrag auf Dichtekorrektur mit neuen Terminen gestellt werden könne, und bekräftigte, dass alle Dichtekorrektaranträge in diesem kommunalen Jagdgebiet genehmigt wurden.
Das ICNF erinnerte daran, dass vorbeugende Maßnahmen wie Zäune, Elektrozäune, Vergrämungssysteme und Repellentien ergriffen werden können, betont jedoch, dass Schäden, die durch Wildtierarten verursacht werden, in der Verantwortung der jeweiligen Inhaber liegen. Die Gemeindeverwaltung von Espinhosela versicherte, keine Mittel zu haben, um Entschädigungen zu zahlen, die mehrere Tausend Euro erreichen können.




