Die Zinsen der öffentlichen Staatsverschuldung Portugals auf 20 Jahre erreichten am Dienstag den höchsten Wert seit 2017 und stiegen um mehr als drei Basispunkte auf 4,2623%. Dieser Anstieg erfolgt in einem Kontext starken Verkaufsdrucks an den Anleihemärkten weltweit, wobei die Investoren neue Zinserhöhungen der Zentralbanken zur Inflationskontrolle befürchten.
Die Anstiege in anderen Ländern der Eurozone waren noch ausgeprägter. In Frankreich stiegen die Zinsen um 3,2 Basispunkte auf 4,7395%, die höchste Rate seit 2008, während sie in Italien um mehr als vier Basispunkte auf 4,779% stiegen und damit Höchststände seit 2023 erreichten. In Deutschland stiegen die Zinsen auf 20 Jahre um 2,5 Basispunkte auf 3,7694%, ebenfalls der höchste Wert seit 2008. In Japan erreichten die Zinsen auf zehn Jahre 3%, den höchsten Wert seit 30 Jahren. Die Grundlage dieses Drucks hängt mit der neuen Eskalation des Konflikts im Nahen Osten zusammen, die die Investoren dazu veranlasst, ihre Erwartungen hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen anzupassen.
Eric Robertsen, Chefstratege der Standard Chartered, erklärte, dass alle Länder ihre Kreditaufnahme erhöhen, während die Finanzierungskosten steigen, und ist der Ansicht, dass sich die Haushaltslage nirgends verbessert. Das Eurostat revealed that inflation in the Eurozone accelerated to 3.3% in August, compared to 2.9% the previous month, with energy driving prices in the region.
Die Europäische Zentralbank hat für den 10. September eine Sitzung angesetzt, auf der sie eine neue Zinserhöhung um 25 Basispunkte für die Eurozone bekannt geben dürfte, nach der bereits im Juni angekündigten Erhöhung. Die Analysten erwarten zudem eine weitere Anhebung im Dezember.




