Vermieter in Festlandportugal und auf den Inseln können die Mieten im Jahr 2027 bis zum Höchstlimit von 2,56 Prozent erhöhen, laut der Schnellschätzung der Inflation des Nationalen Statistikinstituts (INE). Dieser Wert stellt eine Beschleunigung gegenüber den 2,24 Prozent dar, die für das Jahr 2026 festgelegt wurden. Bestätigt sich diese Jahresveränderung, kann eine monatliche Miete von 1000 Euro um bis zu 25,60 Euro steigen und ab Januar auf 1025,60 Euro übergehen, während Mieten von 500 Euro und 750 Euro maximale Erhöhungen von 12,80 Euro bzw. 19,20 Euro erfahren werden.
Der jährliche Aktualisierungskoeffizient der Mieten wird auf Basis des Durchschnitts der Veränderung des Verbraucherpreisindex der letzten 12 Monate, ohne Wohnen, berechnet, verfügbar bis zum 31. August. Die endgültigen und offiziellen Daten des INE werden am 10. September bekannt gegeben, obwohl die statistische Historie darauf hindeutet, dass Schnellschätzungen selten wesentlichen Korrekturen unterliegen. Der Anstieg spiegelt die Persistenz der inflationären Druckmomente in den letzten Monaten wider, mit Auswirkungen auf die Betriebskosten, Energie und Kraftstoffe.
Die Anwendung des Koeffizienten ist für den Vermieter fakultativ, der wählen kann, die geltenden Werte beizubehalten oder eine niedrigere prozentuale Erhöhung anzuwenden. Der Eigentümer darf keine Erhöhung über den vom INE ermittelten Wert hinaus anwenden, außer bei Abschluss neuer Verträge nach Ablauf der vorherigen. Um dieses Recht auszuüben, muss der Vermieter die Absicht schriftlich dem Mieter mitteilen, per Einschreiben oder dokumentierter persönlicher Übergabe, mit einer Mindestfrist von 30 Tagen.
Der Mietmarkt setzt seinen Aufwärtstrend fort, wobei der Medianwert der Mieten bei neuen Verträgen im ersten Quartal ein Jahreswachstum von 9,1 Prozent verzeichnet. Der Medianwert pro Quadratmeter lag zu Jahresbeginn bei 9,46 Euro. Die Preisentwicklung in den großen Ballungszentren, insbesondere in Lissabon und Porto, setzt weiterhin den Effortquotienten der Haushalte unter Druck. Der rechtliche Rahmen ermöglicht es Mietern mit nachgewiesenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, außerordentliche staatliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen, um die Wohnkosten zu mildern.




