Der US-Präsident Donald Trump hat Apple gebeten, den Namen des Ontariosees in „Lake America" in seiner Kartenanwendung zu ändern, wie der US-Innenminister Doug Burgum in der Sendung „Mornings with Maria" des Senders Fox News bekannt gab. Die Bitte erfolgte Tage, nachdem Trump eine Exekutivorder unterzeichnet hatte, die den Namen des Gewässers offiziell ändert, das im Zentrum einer Eskalation im Handelskrieg mit Kanada steht. Burgum äußerte sich zuversichtlich, dass der neue Name bald auf der Apple-Plattform zu sehen sein wird, die sich noch nicht zu der Angelegenheit geäußert hat.
Der Konkurrent Google Maps hat die Änderung am vergangenen Wochenende bereits für Nutzer in den USA umgesetzt und verwies dabei auf Trumps Anordnung sowie auf die Praxis des Unternehmens, vom US-amerikanischen Geografischen Nameninformationssystem vergebene Namen zu verwenden. Laut Google sehen Nutzer in den USA auf Maps „Lake America", während Nutzer in Kanada weiterhin „Ontariosee" sehen und Nutzer außerhalb der beiden Länder beide Namen sehen, was der Unternehmensrichtlinie für Gewässer mit länderübergreifend unterschiedlichen Namen entspricht.
Die Exekutivorder vom Freitag wies das Innenministerium an, den Namen des Sees im US-amerikanischen geografischen Namensdienst zu aktualisieren, obwohl Trump Kanada nicht zwingen kann, dasselbe zu tun. Die Änderung wurde von den nördlichen Nachbarn schnell kritisiert, und der Führer der Seneca-Nation im Norden des Bundesstaates New York erklärte, die Maßnahme verletze einen über 225 Jahre alten Vertrag und zeuge von einer „eklatanten Missachtung" der indigenen Völker, die dem Ontariosee seinen Namen gaben.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Trump versucht, grenzüberschreitende Gewässer umzubenennen. Im vergangenen Jahr ordnete der Präsident an, dass der Golf von Mexiko in „Golf von Amerika" umbenannt werden sollte, und sowohl Apple als auch Google aktualisierten den Namen anschließend auf ihren Karten in den USA.




