Die brasilianische Regierung erklärte, sie werde weiterhin nach einem für beide Seiten vorteilhaften Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten suchen, nach einem Treffen zwischen den für die Verhandlungen zur Minimierung der von Washington erhobenen zusätzlichen Zölle zuständigen Verantwortlichen. Das virtuelle Treffen am Montag fand mit der Beteiligung der brasilianischen Minister für Auswärtige Angelegenheiten, Mauro Vieira, und für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Márcio Elias Rosa, sowie des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer statt.
Beide Seiten einigten sich darauf, sich in Kürze erneut auf ministerieller Ebene zu treffen, entweder persönlich oder virtuell, um die Fortschritte der bilateralen Verhandlungen zu analysieren. Dieses neue Treffen wurde im Anschluss an das Telefonat zwischen den Präsidenten Lula und Donald Trump am 21. August vereinbart, in dem sie sich einig waren, einen neuen Dialogkanal zu eröffnen und die Perspektive einer verhandelten Lösung zu stärken.
Washington erhob einen Zollsatz von 25% auf einen Großteil der brasilianischen Produkte als Sanktion für angebliche unfaire Handelspraktiken Brasiliens und einen weiteren Satz von 12,5% aufgrund der angeblichen Duldung brasilianischer Behörden in Bezug auf Zwangsarbeit. Beide Staatschefs waren sich einig, dass das Verbleiben am Verhandlungstisch die beste Option ist, um die durch diese Maßnahmen ausgelöste Krise zu lösen.
In dem Treffen am Montag wiesen die brasilianischen Minister die gegen das Land verhängten einseitigen Maßnahmen zurück und klassifizierten sie als unvereinbar mit den multilateralen Handelsregeln. Die brasilianische Erklärung bekräftigte, dass die von den Vereinigten Staaten vorgebrachten Begründungen nicht den tatsächlichen brasilianischen Praktiken entsprechen, weshalb sie die gegen das Land angewandte diskriminierende Behandlung als unfair betrachten.




