Der ehemalige Präsident der Zentralbank, Roberto Campos Neto, erklärte am Montag, dass die brasilianische Währungsbehörde plane, den Leitzins bis zum Ende der Amtszeit von Präsident Luiz Inácio Lula da Silva im Jahr 2026 auf 8,5% jährlich zu senken. Die Erklärung wurde in einem Interview der Sendung Roda Viva des Senders TV Cultura abgegeben. Campos Neto erinnerte daran, dass der aktuelle Zyklus der Zinssenkungen im August 2023 begann und dass der Rückgangskurs konsistent war, mit dem Ziel, die nationale Wirtschaft anzukurbeln.
Der Präsident der Zentralbank vertrat die Ansicht, dass die Geldpolitik technisch und unabhängig geführt werden sollte, ohne politische Einmischung. Seiner Meinung nach ist die Autonomie der Zentralbank entscheidend für die Glaubwürdigkeit der Wirtschaftspolitik und für die Inflationskontrolle im Land. Campos Neto betonte, dass die Institution mit auf objektiven Daten basierenden Projektionen arbeitet und dass Entscheidungen unter Berücksichtigung des globalen und inländischen makroökonomischen Szenarios getroffen werden.
Während des Interviews äußerte sich Campos Neto auch zum fiskalischen Risiko und zur Nachhaltigkeit der öffentlichen Verschuldung Brasiliens. Er erkannte an, dass die Verschuldung Anlass zur Sorge gibt, erklärte jedoch, dass der vom Parlament verabschiedete fiskalische Rahmen einen sicheren Weg zur Stabilisierung der öffentlichen Finanzen bietet. Der Präsident der Zentralbank warnte jedoch, dass Wachsamkeit notwendig ist, um Ungleichgewichte zu vermeiden, die das Vertrauen der Investoren gefährden könnten.
Das Interview befasste sich auch mit internationalen Fragen, einschließlich der Auswirkungen der Geldpolitik der Vereinigten Staaten auf die brasilianische Wirtschaft. Campos Neto erklärte, dass die Federal Reserve




