Das Regionale Wahlgericht von Minas Gerais (TRE-MG) entschied, eine Reihe von Fernseheinblendungen von Kandidaten für das Amt des Gouverneurs des Staates auszusetzen. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem das Gericht Unregelmäßigkeiten bei der Einhaltung der Barrierefreiheitsnormen und der übermäßigen Beteiligung von politischen Unterstützern in den audiovisuellen Beiträgen festgestellt hatte.
Die Klagen, die zu den Aussetzungen führten, wurden von Gabriel Azevedo (MDB), dem ehemaligen Präsidenten der Stadträte von Belo Horizonte und ebenfalls Kandidaten für das Amt des Gouverneurs von Minas Gerais, eingereicht. Der Politiker reichte Beschwerden ein, die die Rechtmäßigkeit der von anderen Kandidaten ausgestrahlten Einblendungen in Frage stellten.
Der Unternehmer Flavão Roscoe (PL-MG), unterstützt vom Senator Flavão Bolsonaro (PL-RJ), hatte drei Einblendungen beanstandet. Eine davon wies schwerwiegende Barrierefreiheitsprobleme auf, da sie ohne das Gebärdensprachdolmetscher-Fenster und ohne Audiodeskription ausgestrahlt wurde. Die beiden anderen Einblendungen des Kandidaten wurden beanstandet, weil die Barrierefreiheitselemente in Abmessungen unterhalb des in der Wahlordnung vorgeschriebenen Mindeststandards erschienen.
Parallel dazu wurde eine der Einblendungen des Senators Cleitinho Azevedo (Republicanos-MG) ausgesetzt, weil sie keine dem vorgelesenen Text entsprechende Untertitel enthielt. Die Entscheidungen des TRE-MG bekräftigen die obligatorische Einhaltung der Barrierefreiheitsregeln in Wahlwerbungen, die in elektronischen Medien ausgestrahlt werden.




