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Publikationen: „Digitale Ökologie" fordert dazu auf, über künstliche Intelligenz hinauszudenken

Agência ECCLESIA31. August 2026 um 12:45

Das Zentrum für Forschung in Theologie und Religionswissenschaften (CITER) der Portugiesischen Katholischen Universität (UCP) hat das Werk „Digitale Ökologie" veröffentlicht, das eine kritische Reflexion über die ethischen, sozialen und ökologischen Herausforderungen der digitalen Transformation vorschlägt. Das Buch ist das Ergebnis von Forschungsarbeiten am CITER der Theologischen Fakultät der UCP und ist Teil der Sammlung „Die gemeinsame Heimat pflegen", herausgegeben von der Portugiesischen Katholischen Universität.

Das Werk wird koordiniert von Luís Miguel Figueiredo Rodrigues, Alex Villas Boas und Alexandre Palma, alle von der UCP, sowie von Fabiano Incerti von der Päpstlichen Katholischen Universität von Paraná. Das Vorwort stammt von Antonio Spadaro, Sekretär des Dikasteriums für Kultur und Bildung. Das Buch vereint Beiträge von Forschenden aus den Bereichen Theologie, Philosophie, Kommunikation, Pädagogik und digitaler Kultur.

Eine der zentralen Ideen des Werkes ist die Verbindung zwischen der Umweltkrise und der digitalen Transformation, mit der Argumentation, dass die Umweltkrise, die soziale Fragmentierung und die digitalen Ungleichgewichte keine isolierten Probleme sind. Das Werk vermeidet sowohl unkritischen Enthusiasmus als auch eine pessimistische Sicht auf technologische Innovation und behandelt Themen wie künstliche Intelligenz, Algorithmen, soziale Netzwerke, Kommunikationsethik, Medienkompetenz, Demokratie, Bildung, kognitive Veränderungen, digitalen Kolonialismus und die Machtkonzentration bei großen Technologieplattformen.

Ein im Buch enthaltenes Essay des Theologen Rocco Predoti fordert die Kirche heraus, die Evangelisierung in sozialen Netzwerken durch eine relationale Präsenz neu zu überdenken, die auf echtem Dialog und echter Geschwisterlichkeit basiert, und warnt, dass die ständige Weiterentwicklung von Algorithmen und die Migration neuer Generationen in geschlossene Gesprächsgemeinschaften neue Katechesemethoden erfordern, die über das einfache massenhafte Teilen von Beiträgen hinausgehen.

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