Die chinesische Automobilindustrie hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine strukturelle Transformation durchgemacht, von 2 auf mehr als 30 Millionen Fahrzeuge pro Jahr, was ein Drittel der weltweiten Produktion darstellt. Bei einem Rückgang des Binnenmarktes beschleunigt China die Ausfuhren, insbesondere von Elektrofahrzeugen, was eine wirtschaftliche Frage in eine Frage strategischer Autonomie verwandelt hat. Die Vereinigten Staaten reagierten mit Zöllen von über 100% und Plänen zur Reindustrialisierung, Indien schützt seinen Markt, und Japan und Korea setzen auf Innovation. Europa, mit mehr als 13 Millionen vom Sektor abhängigen Arbeitsplätzen und 7% des BIP der EU, bleibt einer der offensten Märkte, was die Frage aufwirft, ob es Produktionskapazitäten erhalten und kritische Technologien entwickeln kann. Der Artikel warnt, dass das, was heute in der Automobilindustrie geschieht, sich morgen in der Robotik, Energie, Elektronik und künstlicher Intelligenz wiederholen könnte, und dass die größte Bedrohung vielleicht nicht der chinesische Wettbewerb ist, sondern das Fehlen einer europäischen Vision, um in einer Welt zu bestehen, in der die Industrie ins Zentrum der Geopolitik zurückgekehrt ist.
Jornal Económico01.09.26, 00:06