Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, dass Deutschland in den kommenden Tagen auf den am Flughafen Leipzig verübten Hybridangriff reagieren wird, in einer mit der Europäischen Union und der NATO abgestimmten Reaktion. Merz erklärte, dass innerhalb der Regierung ein breiter Konsens über die Art der Reaktion besteht und dass diese mit den europäischen und transatlantischen Partnern abgestimmt wurde. Er versicherte, dass die Antwort klar sein wird und nicht mehr lange auf sich warten lassen wird.
In der Nacht zum 4. August wurde am Flughafen Leipzig eine Drohne mit Sprengstoff gefunden, deren Ziel ein ukrainisches Frachtflugzeug des Typs Antonov gewesen sein soll, das für den Transport von Kriegsmaterial eingesetzt wurde. Das angebliche Attentat scheiterte aufgrund eines Defekts am Zünder der Bombe. Es wird außerdem vermutet, dass eine zweite Drohne mit einem DHL-Frachtflugzeug kollidiert sein könnte, das in Leipzig zur Umkehr gezwungen worden war, wobei spätere Inspektionen Schäden am Stabilisator des nach Hannover umgeleiteten Flugzeugs ergaben.
Am vergangenen Dienstag erklärte Merz, dass Deutschland zunehmend zum Ziel von Hybridangriffen geworden sei, und versprach, dass seine Regierung die Verantwortlichen einen Preis zahlen lassen wird. Die deutsche Bundesregierung hat es vermieden, Russland explizit zu erwähnen, und beschränkt sich darauf, von einem Hybridangriff und einer „ausländischen Macht" zu sprechen, obwohl Quellen der deutschen Sicherheitsdienste die Beteiligung der russischen Geheimdienste an der Planung als sicher ansehen.
Die Ermittler fanden außerdem am vergangenen 14. August ein weiteres unbemanntes Luftfahrzeug in der Nähe des Flugplatzes Leipzig sowie Sprengstoff. Auf die Frage, ob Deutschland in der Lage sei, angemessen zu reagieren, falls Russland hinter diesem Hybridangriff stecke, beschränkte sich Merz auf die Antwort: „Mal sehen, was ‚angemessen reagieren' bedeutet."




