Die Isländer stimmten am Samstag gegen die Fortsetzung der Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union. Das Referendum wurde von der isländischen Regierung als ein Moment der „jetzt oder nie" in der Frage der europäischen Integration betrachtet. Die Abstimmung stellte einen endgültigen Schlusspunkt unter die Diskussionen über den Beitritt des Landes zur europäischen Gemeinschaft dar.
Das Ergebnis des Referendums lehnte die Beitrittsverhandlungen deutlich ab und beendete einen mehrere Jahre dauernden Prozess. Die isländische Gesellschaft zeigte sich im Laufe der Zeit gespalten in der europäischen Frage, aber die Abstimmung vom Samstag demonstrierte eine mehrheitliche Position gegen die Integration.
Die Regierung hatte bei dieser Volksabstimmung viel riskiert und versucht, das Referendum als letzte Gelegenheit zu nutzen, um die Frage zu klären. Doch die Botschaft der Wähler war eine Ablehnung der Verhandlungen mit der Europäischen Union.
Mit diesem Ergebnis gibt Island endgültig den Weg Richtung Beitritt zur europäischen Gemeinschaft auf. Das nordische Land wird somit seine Beziehung zur Europäischen Union nur über den Europäischen Wirtschaftsraum aufrechterhalten, ohne Vollmitglied der Organisation zu sein.



