Die portugiesischen Gerichte nehmen am Dienstag ihren vollständigen Betrieb wieder auf, nach etwa sechs Wochen Gerichtsferien, und beginnen eine Reihe von Gerichtsverfahren mit großer Medienaufmerksamkeit. Die Rückkehr des Gerichtskalenders markiert die Fortsetzung mehrerer Fälle, die hochrangige Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens betreffen.
Unter den Verfahren, die vor den Gerichten fortgesetzt werden, befindet sich der Fall José Sócrates, ehemaliger Ministerpräsident von Portugal. Der Politiker sieht sich Anschuldigungen wegen angeblicher Korruptions- und Geldwäscheverbrechen gegenüber, in einem Verfahren, das sich über mehrere Jahre hinzieht und das bedeutende Entwicklungen hervorgebracht hat.
Ricardo Salgado, ehemaliger Präsident der Banco Espírito Santo, ist eine weitere herausragende Persönlichkeit, die bei der Wiederaufnahme des Gerichtsbetriebs erneut vor Gericht erscheint. Der ehemalige Bankier ist in mehreren Verfahren Angeklagter im Zusammenhang mit dem Fall der Espírito-Santo-Gruppe, der schwerwiegende Folgen für das portugiesische Finanzsystem hatte.
Beamte der Polícia de Segurança Pública gehören ebenfalls zu den Beschuldigten in den Verfahren, die diese Woche wieder aufgenommen werden. Diese Beamten sehen sich im Rahmen von Ermittlungen Anschuldigungen wegen angeblicher im Dienst begangener Straftaten gegenüber, in einem Moment, in dem die Gerichtstätigkeit nach der Pause mit voller Kraft zurückkehrt.




