Etwa 270.000 isländische Wähler nahmen an einem Referendum über den Beitritt des Landes zur Europäischen Union teil und lehnten die Möglichkeit einer Wiederaufnahme der Beitrittsverhandlungen mit den 27 Mitgliedstaaten klar ab.
Die Befürworter dieser Position argumentierten, dass ein Beitritt zur Europäischen Union die nationale Souveränität Islands direkt bedrohen und die Unabhängigkeit des Landes in als wesentlich erachteten Angelegenheiten gefährden würde.
Ein zentraler Punkt der Debatte betraf die Kontrolle über die isländischen Fischereigewässer, einen für die Nation wirtschaftlich entscheidenden Sektor, den viele Wähler ausschließlich unter nationaler Gerichtsbarkeit halten wollen.
Das Ergebnis des Referendums beendet damit alle Aussichten auf eine Annäherung Islands an den europäischen Block in naher Zukunft und hält das Land außerhalb der institutionellen Struktur der Europäischen Union.




