Das Referendum über den Beitritt Islands zur Europäischen Union wird mit einem knappen Vorsprung entschieden, wobei das „Nein" mit 51,8% der Stimmen führt, während die Auszählung noch im Gange war. Die Abstimmung fand vor dem Hintergrund einer langwierigen Debatte über die Beziehung des Landes zu Brüssel statt.
Die ländlichen Wahlkreise Islands zeigten eine klare Tendenz zum „Nein" zum europäischen Beitritt, was eine historische Position eines größeren Skeptizismus gegenüber der europäischen Integration in den kleineren und von der Hauptstadt entfernten Gemeinden widerspiegelt.
Die beiden Wahlkreise von Reykjavik hingegen tendierten zum „Ja", was auf eine erhebliche geografische Teilung zwischen der Hauptstadt und dem Rest des Landes hindeutet. Zum Zeitpunkt der laufenden Auszählung standen noch zwei weitere Wahlkreise zur Veröffentlichung aus.




