César-Preisträger 2026, der wichtigste Filmpreis Frankreichs, ist „O apego", ein Langfilm der Regisseurin Carine Tardieu, der die Komplexität neuer Familienkonstellationen untersucht. Der Film läuft in den brasilianischen Kinos.
Die Handlung folgt Sandra, gespielt von Valeria Bruni Tedeschi, einer fünfzigjährigen Buchhändlerin, die durch einen Zufall mit Mutterschaft in Berührung kommt. Indem sie die Intimität ihres Nachbarn und seiner Kinder teilt, entdeckt sie die Schönheit unerwarteter Zuneigungen und die Nuancen zwischen Blutsverwandtschaft und Adoption.
In einem Telefoninterview sagte Tardieu, dass „die Liebe oder Zuneigung, die wir jemandem entgegenbringen, nie statisch ist", sondern vom Moment der Begegnung, von den Gründen, aus denen Menschen sich treffen, und von der verstrichenen Zeit abhängt. Für die Regisseurin kommt Anhänglichkeit vor der Liebe.
Adaptiert nach dem Roman „Die Intimität" von Alice Ferney, verwandelt der Film eine familiäre Tragödie in eine süß-bittere Drama-Komödie. Als Sandras Nachbarin in die Wehen geht, übernimmt die Buchhändlerin die Betreuung ihrer Kinder und beginnt eine Reise über die verschiedenen Arten emotionaler Bindungen.




