Das portugiesische Verfassungsgericht entschied einstimmig, dass keine Verfassungswidrigkeiten in den elf Bestimmungen des sogenannten Rückkehrgesetzes bestehen, die von António José Seguro zur präventiven Prüfung vorgelegt worden waren. Die Entscheidung beseitigt die verfassungsrechtlichen Zweifel, die bezüglich des Gesetzes erhoben worden waren.
Das Rückkehrgesetz enthält Bestimmungen, die die Verlängerung von Haftzeiten und die Ausweisung von Minderjährigen aus dem Staatsgebiet erlauben – Maßnahmen, die öffentliche Kontroversen ausgelöst haben. Die Bedenken des Staatspräsidenten betrafen insbesondere einige der sensibelsten Änderungen des Dekrets, einschließlich Fragen zur Aufenthaltsdauer.
Das Gesetzespaket kehrt nun in die Hände des Staatspräsidenten zurück, der die Befugnis hat, es entweder zu erlassen oder alternativ ein politisches Veto gegen die Gesetzgebung einzulegen. Dies ist eine Entscheidung, die ausschließlich dem Staatsoberhaupt obliegt.
Seguro hatte am 7. August die Intervention des Verfassungsgerichts beantragt und eine präventive Analyse der Bestimmungen vor der Verkündigung erbeten. Mit dem positiven und einstimmigen Urteil des Gerichts ist der Weg nun frei für die endgültige Entscheidung des Staatspräsidenten.




