Bei dem Interview beim JN konnte Lula keine signifikanten Imagegewinne erzielen und kam ohne größere Probleme davon, machte aber auch in Bezug auf die Wählerstimmen keine Fortschritte. Der Präsident versäumte es, Themen anzusprechen, die er für wichtig hält, wie die 6x1-Regelung, auf die er während des Interviews überhaupt nicht einging.
Der Hauptschwachpunkt von Lulas Auftritt war seine Zerstreuung bei den Fragen zum sogenannten Lulinha-Fall, ein Thema, das er als zentral hätte vorhersehen müssen und auf das er nicht angemessen vorbereitet war. Der Kommentar über seinen Sohn Flávio wurde als das „Dark Horse" des Interviews beschrieben.
Der Präsident schnitt positiv ab, als er über die technologische Zukunft, Investitionen in Technologie und Bildung sprach. Er verlor jedoch den Fokus, als er über die Vergangenheit sprach, was angesichts der Tatsache, dass sein aktuelles Regierungsprogramm in verschiedenen Bereichen negativ bewertet wird, nicht wirksam ist. Die Analyse hebt hervor, dass die Vergangenheit zu thematisieren keine aktuellen Probleme löst und dass Lula sich auf zukünftige Vorschläge konzentrieren musste.
Der Text weist darauf hin, dass Lula, der sich auf seine vierte Amtszeit zubewegt, die Wählerschaft etwas ermüdet zu haben scheint. Obwohl er die Führung in den Umfragen behält, ist seine Position schwächer als in früheren Amtszeiten. Die Frage des Lulinha-Falls bleibt schwierig zu erklären, und Lula behauptete, die Robe nicht zu kennen, wodurch das Thema ungelöst blieb.




