Grönland hat eine Wahrheitskommission geschaffen, um die erzwungene Empfängnisverhütung von Inuit-Frauen zu untersuchen. Diese Initiative entsteht im Kontext einer von kontroversen medizinischen Praktiken geprägten Vergangenheit, die Tausende von Frauen in der Region betraf.
Zwischen den 1960er und 1990er Jahren wurden über viertausend grönländische Frauen gezwungen, ein Intrauterinpessar zu verwenden. In den meisten Fällen wurde dieser Eingriff ohne die Zustimmung der betroffenen Frauen durchgeführt.
Die Inuit-Frauen waren die Hauptopfer dieser Geburtenkontrollpolitik. Die Kommission wird untersuchen, unter welchen Umständen diese Praktiken stattfanden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.
Dieser Prozess der Wahrheit und Versöhnung stellt einen wichtigen Schritt zur Anerkennung der während dieser Zeit gegen Inuit-Frauen begangenen Menschenrechtsverletzungen dar.




