Dänemark wird Frauen und Mädchen aus Grönland entschädigen, die einer Verhütungskampagne mit Intrauterinpessaren (IUP) unterzogen wurden, in vielen Fällen ohne Zustimmung. Der Entschädigungsbetrag beträgt 40.000 Euro für jedes Opfer.
Diese Kampagne fand zwischen Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre statt, in einer Zeit, in der Dänemark die Autonomie Grönlands verwaltete. Die dänischen Behörden setzten diese Bevölkerungspolitik ohne das Wissen oder die Zustimmung der betroffenen Frauen um.
Der Skandal kam ans Licht, nachdem Untersuchungen das Ausmaß und den erzwungenen Charakter dieser Eingriffe aufdeckten. Die Opfer, die jahrzehntelang nicht wussten, was mit ihnen gemacht worden war, erhielten endlich eine formelle Anerkennung des erlittenen Unrechts.
Die dänische Regierung erkannte die historische Verantwortung in dieser Frage an und beschloss, die Entschädigungen als Form der Wiedergutmachung für die von dieser Politik betroffenen grönländischen Frauen vorzunehmen.



