Der Innenminister, Fernando Grande-Marlaska, wollte die Kontroverse mit dem Verteidigungsministerium darüber, ob der CNI über die massenhafte Ankunft von Migranten in Ceuta informiert hat oder nicht, nicht weiter anheizen. Marlaska versicherte, dass die Nachrichtendienste des Staates „korrekt" funktionieren, und nahm damit eine Verteidigungsposition gegenüber der spanischen Geheimdienstagentur ein.
Der Minister räumte jedoch ein, dass „nicht alles vorhergesehen werden kann", und gestand damit einige Grenzen in der Fähigkeit der spanischen Geheimdienste ein, bestimmte Ereignisse vorherzusehen. Diese Erklärung erfolgte vor dem Hintergrund von Spannungen zwischen den beiden Ministerien nach der Migrationskrise in Ceuta.
Die massenhafte Ankunft von Migranten in Ceuta Ende Juli löste eine diplomatische Krise zwischen Spanien und Marokko aus, wobei Tausende von Menschen in kurzer Zeit die Grenze auf irreguläre Weise überquerten. Die Angelegenheit wurde politisch heikel, mit Fragen darüber, wer vorher wusste, was passieren würde.




