Der Präsidentschaftskandidat Augusto Cury (Avante) nahm an einem von O GLOBO, CBN und Valor organisierten Interview teil, bei dem er bekräftigte, dass er sich weder mit der Rechten noch mit der Linken identifiziert und vermeidet, sich ideologisch zu positionieren. Der gerade erst in den Wahlkampf eingetretene Schriftsteller und Psychiater kritisierte erneut die politische Polarisierung des Landes.
Während des Interviews vertrat Cury die Ansicht, dass Probleme wie Gewalt, Bildung und Arbeitslosigkeit keine „ideologische Farbe" haben. Der Kandidat wiederholte einstudierte Sätze, die zu fast Mantras in seinen öffentlichen Reden geworden sind, darunter die Behauptung, dass mehr als 90 Prozent der gesellschaftlichen Schmerzen keine ideologische Färbung aufweisen.
Als Beispiele zur Veranschaulichung seines Arguments erwähnte Augusto Cury Situationen wie die Ermordung von Frauen, Menschen mit Autismus und den Verlust der Autorität der Lehrer im Klassenzimmer, und stellte fest, dass keine dieser Tragödien rechts oder links sei.
Cury fasste seine politische Position mit dem Satz „kapitalistischer Verstand und soziales Herz" zusammen, in dem Versuch, eine marktorientierte wirtschaftliche Sichtweise mit sozialen Anliegen in Einklang zu bringen, und unterschied sich damit von Kandidaten, die sich klareren Positionen im traditionellen politischen Spektrum zuordnen.




