Der Premierminister Luís Montenegro war einer der größten Kritiker der Medien in Portugal und warf ihnen vor, „Desinformation" zu fördern und eine „Art moderner Zensur" auszuüben. Von ECO/+M befragte Kommunikationsberater sind der Ansicht, dass Montenegro „den falschen Winkel gewählt" hat, indem er die Medien angriff, und deuten darauf hin, dass dies Mängel in seiner Kommunikationsstrategie und seinem Krisenmanagement widerspiegelt. Der Artikel analysiert auch den Povo Livre, das offizielle Publikationsorgan des PSD, der Partei, die Montenegro führt, und zeigt, dass von den 55 Ausgaben seit seinem zweiten Amtsantritt im Juni 2025, 52 den Premierminister als Protagonisten auf dem Titelblatt haben. Experten argumentieren, dass die doktrinäre Presse, wie der Povo Livre oder die Folha Nacional der Partei Chega, nicht mit informativem Journalismus verwechselt werden sollte, und fordern eine größere Klarstellung des Status dieser parteiischen Organe.
Eco28.08.26, 06:56