Der Präsidentschaftskandidat der PL-Partei, Jair Bolsonaro, kündigte am Donnerstag an, sich mit dem salvadorianischen Justizminister Gustavo Villatoro zu treffen. Ziel des Treffens ist es, öffentliche Sicherheit und die Bekämpfung der Kriminalität zu diskutieren. Das mittelamerikanische Land, das von Präsident Nayib Bukele regiert wird, wird von rechten Präsidentschaftskandidaten häufig als erfolgreiches Modell im Bereich der Sicherheit zitiert.
Jair Bolsonaro verspricht in seinem Regierungsplan den Bau von fünf Hochsicherheitsgefängnissen nach salvadorianischem Vorbild. Während einer Live-Übertragung erklärte der Kandidat, dass El Salvador zu einem der sichersten Länder der Welt geworden sei, nachdem es von Drogenhandelsorganisationen beherrscht wurde – eine Situation, die er mit der brasilianischen Realität verglich.
Die von Bukele erzielten Erfolge bei der Reduzierung der Kriminalität wurden jedoch durch Ausnahmemassnahmen erreicht. Der salvadorianische Präsident ist wegen mutmasslicher Menschenrechtsverletzungen umstritten. Das in El Salvador implementierte Sicherheitsprogramm, bekannt als "Ausnahmezustand", wird von internationalen Menschenrechtsorganisationen kritisiert.
Jair Bolsonaro rief während der Übertragung Unterstützer auf und betonte, dass es El Salvador gelungen sei, die Kriminalität "praktisch auf null zu reduzieren", was als Inspiration für die Sicherheitsvorschläge seiner Kampagne gilt.



