Die UEFA bereitet eine Strafanzeige gegen den FIFA-Präsidenten Gianni Infantino wegen unlauterer Geschäftsführung im Rahmen einer internen Untersuchung vor, die seit mehreren Monaten läuft. Die Anzeige steht im Zusammenhang mit dem Projekt FIFA Forward Enterprise, einer Initiative zur Vermarktung der Rechte an der Fußball-Weltmeisterschaft.
Die UEFA als wichtigstes Regulierungsorgan des europäischen Fußballs hat diese Entscheidung nach der Analyse von Dokumenten bezüglich der kommerziellen Struktur der FIFA getroffen. Das Verfahren wurde vertraulich durchgeführt, unter Mitwirkung spezialisierter Rechtsabteilungen.
Gianni Infantino, der die FIFA seit 2016 leitet, ist der Hauptbeschuldigte dieser Strafanzeige. Das Projekt FIFA Forward Enterprise soll außerhalb der üblichen Governance-Mechanismen der Institution erstellt worden sein, was Fragen zur Transparenz und zu Interessenkonflikten aufwirft.
Diese Anzeige erfolgt in einem Kontext der Spannungen zwischen der UEFA und der FIFA, insbesondere in Bezug auf kommerzielle Fragen und die Verteilung der Einnahmen aus großen Fußballturnieren. Die interne Untersuchung der UEFA soll Unregelmäßigkeiten identifiziert haben, die den Rechtsweg rechtfertigen.




