Am 23. Juni 1834 beschloss das Ayuntamiento de Castellón, einen Sanitätskordon um die Stadt zu errichten, aufgrund des Auftretens der Cholera in Murcia und Orihuela. Diese Ausgangssperre bestand aus allen Einwohnern der Stadt, einschließlich des Klerus und der Mönche, und ein Beobachtungslazarett wurde in Magdalena eingerichtet. Der Sanitätskordon, der als Absperrung fungierte, zog die gesamte Bevölkerung in seine Überwachung ein.
Der Chronist Juan Antonio Balbás dokumentierte diese erste Welle der Krankheit im 19. Jahrhundert in seinem Buch „El libro de la provincia de Castellón", das 1892 veröffentlicht wurde, und bewahrte die Erinnerung an jene Zeit der sanitären Krise in der Provinz Castellón.
Am 1. September 1834 erlitt die Ortschaft Vila-real einen gewaltigen Aufprall der Epidemie und verzeichnete mehr als 1.500 „Invasionen" — der Name, mit dem Ansteckungen damals bezeichnet wurden — in einem Zeitraum von nur zwei Tagen. Die Epidemie dauerte etwas mehr als einen Monat in dieser Ortschaft und verursachte etwa 450 Todesopfer.
Der Bürgermeister von Vila-real, Vicente María Esteban, zeichnete sich durch sein als „heldenhaft" beschriebenes Verhalten während der Krise aus. Diese Haltung schützte ihn jedoch nicht vor einem tragischen Schicksal: Im folgenden Jahr, 1835, wurde er von dem karlistischen Anführer Serrador erschossen, im Kontext der Karlistenkriege.




