Die neueste Quaest-Umfrage ergab, dass 62 % der Brasilianer wenig oder gar kein Interesse an der diesjährigen Wahl zeigen, drei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen. Diese Zahl stellt einen signifikanten Anstieg gegenüber 2022 dar, als nur 33 % der Wähler in dieser Phase des Wahlkampfes wenig oder kein Interesse zeigten. Die Diagnose deutet auf einen Zustand politischer Apathie unter den Wählern hin, und nicht nur auf Unentschlossenheit.
Die aktuelle Realität steht im Kontrast zum Szenario vor zwei Jahren, als die Präsidentschaftskandidatur einen viel größeren Teil der Bevölkerung mobilisierte. Trotz fehlender Anreize im Wahlkampf, wie Wahlaufrufe, Versprechen und Angriffe zwischen Kandidaten, die Radio, Fernsehen und Straßen dominieren, haben diese Elemente das Interesse der Wähler nicht geweckt.
Die paranaensische Professorin Alice Pentes verkörpert dieses Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Sie erklärte, dass sie zum ersten Mal seit vier Jahren keine Ahnung hat, was als nächstes kommt. Die Vorschläge der Kandidaten werden als nicht überzeugend angesehen, und es herrscht das Gefühl, dass die individuelle Stimme nichts am Wahlergebnis ändern wird.




