Der Oberste Gerichtshof entschied, die Ausweisung eines Kadetten der Polícia de Segurança Pública (PSP) zu stoppen, der wegen Veröffentlichungen disziplinarisch verfolgt wurde, die als homophob und nationalistisch eingestuft wurden. Das Gericht befand, dass die Ausweisungsentscheidung nicht ausreichend begründet war.
Die betreffenden Veröffentlichungen erfolgten zwischen Dezember 2022 und April 2024, als der Kadett, identifiziert als Henrique, zwischen 16 und 18 Jahre alt war. Der junge Mann trat im Oktober 2024 in den Ausbildungskurs der PSP ein und wurde anschließend einem Disziplinarverfahren unterzogen, das zu seiner Ausweisung führte.
Die Staatsanwaltschaft hatte die Einstellung des Verfahrens beantragt, doch diese Position wurde von der PSP angefochten, die sich entschied, die Ausweisung des Kadetten durchzusetzen. Die Entscheidung wurde anschließend dem Obersten Gerichtshof zur Prüfung vorgelegt.
Das Gericht befand, dass die für die Ausweisung vorgebrachte Begründung unzureichend war, und setzte daher die disziplinarische Maßnahme aus. Der Fall wirft Fragen auf über die Anwendung disziplinarischer Sanktionen auf Veröffentlichungen, die vor dem Eintritt in die Polizeilaufbahn erfolgten, als der junge Mann noch minderjährig war.




