Der Artikel ist ein Meinungsbeitrag von Ana Poltera, Unternehmerin und Mentorin für Fruchtbarkeit & Identität, veröffentlicht von der Agentur Incomparáveis im September, dem Monat der Sensibilisierung für psychische Gesundheit und Suizidprävention. Im Text reflektiert Poltera darüber, wie emotionales Leid nicht immer sichtbar ist und sich im Schweigen, in der Isolation und in subtilen Verhaltensänderungen äußert. Sie argumentiert, dass die wichtigste Frage, die man jemandem stellen kann, nicht „ist alles in Ordnung?" ist, sondern „wie geht es dir wirklich?", und dass psychische Gesundheit ein Thema für jeden Tag im Jahr sein sollte, nicht nur im September.
Die Autorin hebt die spezifischen Herausforderungen der Einwanderergemeinschaft hervor und erwähnt die Entfernung von der Familie, die Sehnsucht, die Einsamkeit, das Erlernen einer neuen Sprache, kulturelle Unterschiede und den stillen Druck, Erfolg vorzeigen zu müssen für diejenigen, die geblieben sind. Sie betont, dass eine Person an einem schönen Ort sein und von Menschen umgeben sein kann, sich aber dennoch zutiefst allein und nicht wirklich gesehen fühlen kann.
Poltera teilt ihre persönliche Erfahrung von 2010, als sie nach dem Bankrott eines Luxusgeschäfts, das mehr als eine Million an Verlusten angehäuft hatte, eine schwere Krise durchlebte. Sie beschreibt einen Moment, in dem sie oben in ihrer Penthousewohnung war und eine innere Stimme hörte, die ihr sagte, sie solle springen. Während dieser Zeit berichtet sie, dass sie selbstabwertende Gedanken geglaubt habe, aber es sei ihr gelungen zu erkennen, dass es einen entscheidenden Unterschied gab zwischen „bei etwas versagen" und „eine Versagerin sein". In diesem Moment beschloss sie, sich eine Chance zu geben, und begann, ihr Leben neu aufzubauen.
Die Autorin erwähnt auch eine Studie von 2010 des österreichischen Forschers Thomas Niederkrotenthaler über den Papageno-Effekt, der das schützende Potenzial von Erzählungen zeigt, die Menschen darstellen, die Krisen durchleben und konstruktive Wege finden, damit umzugehen. Basierend darauf kündigt Poltera die Veranstaltung „Globale Verbindung Schweiz – Ausgabe Gelber September" an, die am 25., 26. und 27. September in Lausanne stattfinden wird, mit Vorträgen, Talk-Shows und Geschichten rund um psychische Gesundheit, Prävention und Aufnahme. Die Veranstaltung soll ein internationales Netzwerk schaffen, das die Schweiz, Portugal und Brasilien verbindet, mit dem Zweck, dass „Verbinden auch Retten ist".




