Ein Arbeiter der Mercadona wurde entlassen, nachdem das Unternehmen 7.685 Zugriffe auf nicht berufliche Websites über den Firmencomputer innerhalb von nur 25 Tagen, zwischen dem 1. und 25. Februar 2025, festgestellt hatte. Der Mitarbeiter, der seit Mai 2006 im Unternehmen arbeitete und somit etwa 19 Jahre Betriebszugehörigkeit hatte, wurde außerdem dabei ertappt, mindestens 30 persönliche Nachrichten über das geschäftliche Konto zu versenden und Unternehmensdokumentation an seine private Adresse weiterzuleiten. Der Fall ereignete sich in Spanien, und die Gerichte bestätigten die disziplinarische Entlassung als berechtigt.
Das Oberste Gericht von Kastilien und León bestätigte die Entscheidung des Unternehmens mit der Begründung, dass die bewusste und andauernde Nutzung von Unternehmensressourcen für persönliche Zwecke eine Verletzung der vertraglichen Treuepflicht und des Vertrauens darstellte. Die Verteidigung des Arbeitnehmers versuchte, die Auswertung der Computerprotokolle anzufechten, indem sie argumentierte, dass mehrere Zugriffe wiederholt oder automatisch generiert worden seien, aber das Gericht ließ die Änderung des Sachverhalts nicht zu. Die Richter betonten, dass das Fehlen eines direkten wirtschaftlichen Schadens die Schwere des Verhaltens nicht verringerte.
Neben den Internetzugriffen umfasste das Verfahren eine Vorgeschichte mit früheren Verwarnungen wegen unangemessener Kommentare, Drohungen gegenüber einem Kollegen, Nutzung des Mobiltelefons während der Arbeitszeit und ungerechtfertigtes Verlassen des Arbeitsplatzes. Im Mai 2025, bereits nach der Entlassung, wurde durch Zeugenaussagen außerdem nachgewiesen, dass der Arbeitnehmer Beleidigungen und Drohungen gegen einen anderen Kollegen richtete. Der Tarifvertrag der Mercadona verbietet ausdrücklich die private Nutzung von IT-Mitteln und stuft diese Verstöße als sehr schwer ein.
Die Entscheidung wurde auf Grundlage von Artikel 54 des spanischen Arbeiterstatuts getroffen, das die Entlassung wegen schwerwiegender und schuldhafter Pflichtverletzung vorsieht, einschließlich der Verletzung der vertraglichen Treuepflicht, des Vertrauensmissbrauchs und verbaler oder körperlicher Angriffe auf Personen, die im Unternehmen ar




