Die Tradition des Rock in Rio, bei Regen stattzufinden, ist seit der ersten Ausgabe des Festivals im Jahr 1985 präsent, als der Schlamm zu einem Teil der kollektiven Erinnerung an die Veranstaltung wurde. Im Laufe der Jahre fanden verschiedene unvergessliche Konzerte während Unwettern statt, darunter ikonische Auftritte wie der Chor von "Love of Life" beim Konzert von Queen und das blutverschmierte Gesicht von Bruce Dickinson, nachdem der Sänger von Iron Maiden versehentlich die Gitarrenhalterung gegen seine Stirn geschlagen hatte. Die Mystik des "Wurzel-Festivals" unter Regen bleibt als markantes Merkmal der Veranstaltung erhalten.
Am ersten Wochenende des Rock in Rio 2026 schien kurzzeitig die Sonne, aber Regen und Kälte dominierten die Cidade do Rock. Die Fans von Sepultura, Bad Omens und Bring Me the Horizon passten sich dem "roots"-artigeren Klima des Festivals an und bildeten Pogo-Kreise, während sich ihre Regencapes gegenseitig berührten. Auftritte wie die von Black Eyed Peas und Calvin Harris werden bereits als einige der nassesten in der Geschichte der Veranstaltung angesehen.
Alles deutet darauf hin, dass das zweite Wochenende dem gleichen Muster schlechten Wetters folgen wird. Noch bevor die Tore geöffnet wurden, hatten sich die Fans von Stray Kids bereits mit Plastikoutfits vorbereitet, um die Wetterbedingungen zu meistern, und warteten mehr als zwölf Stunden lang auf den Einlass zum Festival.




