Die Rossotrudnichestvo, die russische Bundesagentur für internationale Zusammenarbeit, hat Pläne angekündigt, 11 neue „Russische Häuser" im Ausland zu eröffnen. Dieses Programm stellt eine bedeutende Erweiterung der kulturellen und institutionellen Präsenz Russlands außerhalb seiner traditionellen Grenzen dar.
Moskau beschreibt die Initiative als Stärkung der Kulturdiplomatie und präsentiert diese Zentren als Räume, die der Förderung der russischen Sprache, Kultur und Bildung gewidmet sind. Die „Russischen Häuser" fungieren als Kulturzentren, die Sprachkurse, kulturelle Aktivitäten und Unterstützung für russische Staatsbürger im Ausland anbieten.
Europäische und ukrainische Experten stellen diese Darstellung jedoch in Frage und betrachten diese Zentren als Instrumente russischer Einflussnahme. Laut Experten, die von der internationalen Presse zitiert wurden, sollen die „Russischen Häuser" auch als Vehikel für Spionageaktivitäten und die Anwerbung von Informanten gedient haben.
Die Expansionsstrategie des Programms zeigt eine geografische Neuausrichtung der russischen Präsenz, mit einem stärkeren Fokus auf Afrika, einschließlich Ländern wie Kenia und Mali, zulasten traditioneller europäischer Standorte wie Berlin.




