Der SINTAB wirft der Regierung vor, keine konkreten Maßnahmen zur Sicherung der Weiterführung des Industrieschlachthofs Cachão vorzulegen, nachdem die Antwort der Regierung auf eine Frage der PCP in der Assembleia da República zum Insolvenzverfahren und zur Zukunft der Infrastruktur bekannt wurde.
Der Gewerkschaft zufolge erkennt die Regierung die Bedeutung des Schlachthofs für die Region und die möglichen Auswirkungen seiner Schließung an, beschränkt sich jedoch darauf, die Verantwortung an die Eignergemeinden Mirandela und Vila Flor sowie an die Organe des Insolvenzverfahrens zu delegieren. Der SINTAB betrachtet die Antwort als besonders besorgniserregend, da sie nur wenige Tage nach der Sitzung des Ministerrats in Bragança am 9. September erschien, einem Treffen, das von Reden über die Aufwertung des Inlandes geprägt war.
Die Organisation erinnert daran, dass die Arbeiter die Tätigkeit trotz der Unsicherheit über die Zukunft des Unternehmens und Schwierigkeiten bei der pünktlichen Zahlung der Gehälter aufrechterhalten haben. Die Gewerkschaft erklärt, dass monatelang von den Eignergemeinden ein Sanierungsplan erwähnt wurde, der ihnen jedoch nie vorgelegt wurde. Angesichts der fehlenden Antworten ist der SINTAB der Ansicht, dass die verschiedenen Stellen die Verantwortung gegenseitig hin und her schieben.
Der SINTAB fordert nun von den Stadtgemeinden Mirandela und Vila Flor sowie von der Regierung, konkrete Lösungen zur Sicherung der Weiterführung der Infrastruktur vorzulegen, und vertritt die Auffassung, dass eine für die tierische Produktion, die Beschäftigung und die Wirtschaft in Trás-os-Montes unerlässliche Infrastruktur auf dem Spiel steht.




