Die Staatsanwaltschaft von Rio de Janeiro hat Ende August eine Untersuchung eingeleitet, um den Verkauf von Eintrittskarten über der Kapazität des Maracanã bei Spielen von Flamengo und Fluminense zu untersuchen. Die Ermittlung wurde von der Spezialisierten Einsatzgruppe für Sport und Fananwalt (Gaedest/MPRJ) eröffnet und bereits an die Staatsanwaltschaft für Stadtplanung mit Verdacht auf Unregelmäßigkeiten durch die Fla-Flu Serviços S.A., das Unternehmen, das das Stadion verwaltet, weitergeleitet.
Gemäß dem Allgemeinen Sportgesetz sieht Artikel 147 vor, dass Mannschaften, die Eintrittskarten über der Kapazität verkaufen, für bis zu sechs Monate gesperrt werden können, ihre Spiele in Stadien ihrer Stadt auszutragen, was eine strenge Strafe für die Klubs aus Rio darstellen würde.
Die MP-RJ beabsichtigt jedoch, eine Gerichtsverhandlung und Nachteile für die Vereine in der restlichen Saison zu vermeiden. Zu diesem Zweck erwartet die Staatsanwaltschaft die Stellungnahme der Vorstände von Flamengo und Fluminense sowie des Konsortiums Fla-Flu Serviços S.A., um eine Verhaltensanpassungsvereinbarung (TAC) vorzuschlagen, die die Angelegenheit administrativ regelt.
Neben den Vereinen sind auch die Ferj (Fussballverband des Bundesstaates Rio de Janeiro) und die für den Verkauf und die Logistik von Eintrittskarten zuständigen Unternehmen wie FutebolCard und Cognitive Ruptix Soluções in die Untersuchung involviert, die im Laufe des Verfahrens gehört werden.




