Das Museu Dr. Joaquim Manso in Sítio da Nazaré wurde nach acht Jahren Schließzeit wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Entscheidung ergab sich aus dem Engagement der von Serafim António, dem Bürgermeister der Stadt, geführten Stadtregierung, der vertritt, dass Nazaré nicht nur wegen seiner Wellen bekannt sein kann. Der Kommunalpolitiker betonte die etwa drei Millionen Besucher, die das Forte São Miguel Arcanjo im letzten Jahrzehnt empfangen hat, und unterstrich die Notwendigkeit, dass die Besucher „mehr von Nazaré" mitnehmen als das mit dem Surfen verbundene Image.
Die Sammlung des Museums umfasst traditionelle Boote, Fischereigeräte, Trachten, Fotografie, Malerei und archäologische Stücke – ein Bestand, den Serafim António als grundlegend für die Erhaltung und Erforschung der portugiesischen Seefahrtskultur bezeichnete. Nicole Costa, die Direktorin des Museums, erklärte, dass das Team während der Schließung weiterarbeitete: Räume wurden umgezogen, Forschungen durchgeführt und die nun ausgestellte Ausstellung vorbereitet.
Die Wiedereröffnungszeremonie wurde von der Kulturministerin Margarida Balseiro Lopes besucht und umfasste einen Rundgang durch das Museum, Aufführungen des Rancho Tá-Mar da Nazaré und eine feierliche Sitzung. Das Datum wurde nicht zufällig gewählt: der 8. September, der Kommunalfeiertag, Tag Unserer Lieben Frau von Nazaré, und fällt mit dem 50. Jahrestag der Museumsöffnung im Jahr 1976 zusammen.
Die Ministerin betonte die doppelte Rolle des Museums: die Einwohner von Nazaré an ihre eigene Geschichte zu erinnern und den Tausenden von Besuchern, die von den Wellen angezogen werden, zu zeigen, dass es viel mehr zu entdecken gibt. Sie stellte dem Kommunalpolitiker zwei Herausforderungen: dass kein Kind aus Nazaré die Pflichtschulzeit beendet, ohne das Museum besucht zu haben, und dass weiterhin gezeigt wird, dass „das größte Kapital von Nazaré seine Menschen, seine Geschichte und seine Geschichten sind".




