Am 11. September 2001 verwandelten 19 Terroristen vier Flugzeuge in tödliche Waffen und verursachten den Tod von fast dreitausend Menschen, größtenteils Zivilisten, in den Vereinigten Staaten. Der Autor des Artikels, ein Journalist der Welt-Redaktion der Zeitung O Globo, befand sich in der Redaktion, als er von den Anschlägen erfuhr. Ein Kollege rief ihn an und sagte, er solle den Fernseher einschalten, und warnte, dass es sehr ernst sei.
Der Journalist war erst einen Monat zuvor in der Welt-Redaktion angekommen, nachdem er die Einladung der damaligen Ressortleiterin Claudia Sarmento angenommen hatte, vom Kulturressort ins Auslandsressort zu wechseln. Von diesem Moment an lebte er praktisch in der Redaktion, in einer Arbeitsmarathon, die Stunden, Tage, Wochen und Monate dauerte.
Die Zeit war so intensiv, dass der Journalist in kurzer Zeit etwa vier Kilo abnahm. Die Arbeitsbelastung und die kontinuierliche Berichterstattung über die Ereignisse führten dazu, dass er kaum an das Zusammenleben mit seinen Töchtern dachte, die damals 12 und 10 Jahre alt waren.
Der Autor beschreibt den Tag als denjenigen, der die Welt, wie wir sie kannten, endgültig veränderte, und erkennt auch an, dass diese Erfahrung sein eigenes Leben radikal veränderte, eine Zeit so prägend, dass er gesteht, sich nicht klar an viele Details erinnern zu können.




