Der II. Internationale Kongress für Gemeinschaftspflege (CIEC26) begann am Freitag in Chaves an der Hochschule für Gesundheit des Portugiesischen Roten Kreuzes – Alto Tâmega und dauerte zwei Tage. Die unter dem Motto „Führung, Nähe und Wert in der Gemeinschaftspflege" stehende Veranstaltung wurde vom Vorstand des Fachbereichs Gemeinschaftspflege der Vereinigung der Pflegefachkräfte organisiert und vereinte Fachleute und Experten, um über Führung, Nähe, Innovation und die Notwendigkeit zunehmend territorial und gemeinschaftlich orientierter Gesundheitsantworten zu diskutieren.
Die Durchführung des Kongresses in Chaves stellt eine Entscheidung für Dezentralisierung dar, in einem Land, in dem ein Großteil der Fachkongresse weiterhin in den großen städtischen Zentren konzentriert ist. Die Organisatoren betonten die Kohärenz davon, Nähe in einer Binnenregion wie Alto Tâmega zu diskutieren, in Anbetracht dessen, dass die Gesundheitsbedürfnisse einer transmontanischen Gemeinschaft eigene Spezifika aufweisen können, die mit der Geografie, Demografie, verfügbaren Ressourcen und sozialen Merkmalen der Region zusammenhängen.
Der Kongress findet in einem besonders anspruchsvollen Kontext für die Gesundheitssysteme statt, geprägt von demografischer Alterung, Wachstum chronischer Krankheiten und Multimorbidität, Persistenz von gesundheitlichen Ungleichheiten und digitaler Transformation. Angesichts dieses Szenarios diskutierten die Teilnehmer die Bedeutung der Gemeinschaftspflege bei der frühzeitigen Identifizierung von Bedürfnissen, der Antizipation von Risiken und dem Aufbau territorialisierter und auf die Bevölkerung ausgerichteter Antworten.
Die drei zentralen Konzepte des Kongresses – Führung, Nähe und Wert – definierten auch die Ambitionen der Veranstaltung. Die digitale Transformation, neue Technologien und Informationssysteme wurden als Werkzeuge identifiziert, die die Zugänglichkeit, Kontinuität und Effizienz der Versorgung verbessern können, aber auch ethische, sicherheitsrelevante und inklusive Herausforderungen aufwerfen. Das Ziel bestand darin, Forschung, den Austausch bewährter Praktiken und die Entwicklung innovativer Projekte zu fördern, die zu näheren, nachhaltigeren und zukunftsfähigeren Gesundheitssystemen beitragen können.




