Die Spanische Generaldirektion für Verkehr (DGT) testet weiße Kreise, die auf der Fahrbahn einiger Straßen als experimentelle Maßnahme zur Straßenverkehrssicherheit aufgemalt werden. Diese Markierungen werden neben der Achse angebracht, die die beiden Fahrtrichtungen trennt, an bestimmten Kurven und dienen als visuelle Orientierungshilfe für Motorradfahrer, um das Überfahren der Kreise zu vermeiden, eine weiter vom Mittelstreifen entfernte Fahrlinie beizubehalten und einen Sicherheitsabstand zu den entgegenkommenden Fahrzeugen einzuhalten.
Die Gefahr, die diese Markierungen beheben sollen, hängt mit der Schräglage des Motorrads in Linkskurven zusammen, die dazu führen kann, dass Kopf und Oberkörper des Fahrers in den Gegenverkehrsbereich gelangen, selbst wenn die Räder auf ihrer Straßenseite bleiben. Laut dem KFV, der österreichischen Straßenverkehrssicherheitsorganisation, kann diese Positionierung eine Kollision verursachen oder eine Notfallmanöver erfordern.
In Spanien umfassen die Tests Initiativen des Katalanischen Verkehrsdienstes, mit einer ersten Erfahrung im Jahr 2019 auf der Straße BV-2115 am Stausee von Foix, sowie erweiterte Tests im Jahr 2025 auf Abschnitten der N-260 und der B-124. Eine ähnliche österreichische Erfahrung, bei der ellipsenförmige Markierungen an 19 gefährlichen Kurven in Tirol verwendet wurden, verzeichnete eine Reduzierung von 80% bei den Motorradunfällen an diesen Stellen zwischen Juli 2019 und Ende 2021, obwohl sich dieser Wert nur auf die untersuchten Kurven bezieht.
Es gibt keine offizielle Bestätigung, dass diese Maßnahme in Portugal eingeführt wird. Die portugiesische Straßenverkehrsordnung legt in Artikel 25 bereits fest, dass die Fahrer die Geschwindigkeit besonders in Kurven und an anderen Stellen mit eingeschränkter Sicht reduzieren müssen, selbst wenn sie unterhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit fahren.




