Die moderne Sexualität steht vor einem erheblichen Problem: Sie ist zu einer Leistungsprüfung geworden. Der Artikel argumentiert, dass es heutzutage nicht mehr ausreicht, einfach Lust zu empfinden, jemanden zu finden und angenehme Momente zu teilen. Stattdessen sind die Erwartungen drastisch gestiegen und erfordern einen makellosen Körper, ständige Einsatzbereitschaft, Kreativität und intensive körperliche Vorbereitung.
Soziale Medien haben zu diesem Druck beigetragen, indem sie die Illusion erzeugen, dass alle ein außergewöhnliches Sexualleben führen, nur nicht der Leser. Paare erscheinen in den Beiträgen lächelnd, verliebt und scheinbar ausgeruht, während peinliche oder alltägliche Situationen, wie Krämpfe während des Akts, niemals geteilt werden.
Im wirklichen Leben interferieren verschiedene Faktoren mit der Intimität, wie körperliche Probleme (Knie, Rücken), Sodbrennen, Müdigkeit, Haustiere und die berechtigte Angst, gewagte Bewegungen zu machen, die zu Verletzungen führen könnten. Die Person betritt das Bett letztendlich ohne zu wissen, ob sie Liebe machen oder an einem Wettkampf in rhythmischer Sportgymnastik teilnehmen wird.
Der Text kommt zu dem Schluss, dass das echte Leben selten schöne Fotos hervorbringt oder Neid erregt, im Gegensatz zum idealisierten Bild in sozialen Medien, wo gescheiterte oder alltägliche Momente niemals der Öffentlichkeit gezeigt werden.




