Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete die ANACOM einen Anstieg der Beschwerden im Zusammenhang mit digitalen Diensten um 195%, insgesamt 121 Beschwerden, was das vierte Quartal in Folge mit signifikantem Wachstum in diesem Sektor darstellt. Die Meta-Plattformen, einschließlich Facebook und Instagram, stehen im Mittelpunkt dieser Problematik und sind für mehr als 50% der Beschwerden verantwortlich, wobei Facebook 30% und Instagram 25% des Gesamtvolumens ausmacht.
Die Mehrheit der Beschwerden, 69%, stammt von großen Plattformen, die in anderen Ländern der Europäischen Union ansässig sind. Während dieses Zeitraums wurden 53 Beschwerden an Koordinatoren digitaler Dienste anderer Mitgliedstaaten weitergeleitet, wobei Irland mit 43 Beschwerden besonders hervorsticht.
Der Hauptgrund für die Beschwerden steht im Zusammenhang mit der Sperrung, Einschränkung oder Entfernung von Konten und Inhalten, Praktiken, die von den Nutzern als unrechtmäßig angesehen werden. Dieser Grund allein macht 68% der Gesamtzahl der Beschwerden aus, mit einem signifikanten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus haben auch Meldungen illegaler Inhalte zugenommen, insgesamt 20 Vorfälle, und die Bearbeitungsverfahren für Beschwerden verzeichneten ein erhebliches Wachstum mit 13 neuen Beschwerden.
Angesichts dieser Situation weisen Experten auf die Notwendigkeit einer verstärkten Überwachung und Anpassung an die Vorschriften der Verordnung über digitale Dienste hin, mit dem Ziel des Schutzes und der Transparenz für die Nutzer digitaler Plattformen.




