Ein Auto mit mehr als 10 Jahren und wenigen Kilometern mag wie ein sicherer Kauf erscheinen, aber es gibt Komponenten, die sich mit der Zeit verschlechtern und nicht nur durch die Nutzung. Michelin und Continental empfehlen, die Reifen nach zehn Jahren ab dem Herstellungsdatum zu ersetzen, auch wenn sie in gutem Zustand aussehen und die Profiltiefe noch über dem gesetzlichen Mindestwert von 1,6 Millimetern liegt. Das Alter der Reifen kann über den auf der Seitenwand angegebenen TIN- oder DOT-Code überprüft werden, wobei die letzten vier Ziffern die Woche und das Jahr der Herstellung angeben.
Der Zahnriemen ist ein weiteres Element, das sich mit der Zeit verschlechtert, unabhängig von den gefahrenen Kilometern. Die Bosch Car Service empfiehlt den Ersatz zwischen 60.000 und 100.000 Kilometern oder alle fünf Jahre, je nachdem, was zuerst eintritt, und weist darauf hin, dass das korrekte Intervall immer vom Hersteller und vom Fahrzeugmodell abhängt.
In Kontinentalportugal unterliegen Personenkraftwagen Inspektionen mit zunehmender Häufigkeit. Die erste Inspektion findet vier Jahre nach der Erstzulassung statt, gefolgt von Inspektionen im Zweijahresrhythmus, bis das Fahrzeug acht Jahre alt wird. Ab diesem Alter wird die Inspektion jährlich durchgeführt, was bedeutet, dass ein Auto mit mehr als zehn Jahren normalerweise jedes Jahr inspiziert wird.
Der britische Automobilclub AA warnt auch vor Problemen durch längere Standzeiten, wie dem Verlust der Batterieladung, Druckschwankungen bei den Reifen, Veränderungen der Flüssigkeitsstände und oberflächlicher Korrosion an den Bremsscheiben. Somit erzählt bei einem Fahrzeug mit mehr als einem Jahrzehnt die Anzahl der Kilometer nicht die ganze Geschichte, und der Wartungsverlauf, das Alter der Komponenten und längere Nutzungspausen sind ebenso relevant.




