Die Anschläge vom 11. September 2001, die nun 25 Jahre zurückliegen, hinterließen tiefe Spuren in den Vereinigten Staaten, mit 2.606 Toten allein in New York bei den Angriffen auf das World Trade Center. Der Chefredakteur der Folha de S.Paulo, Sérgio Dávila, war Korrespondent der Zeitung in der Stadt und veröffentlichte am nächsten Tag eine zahlreiche Beschreibung des Horrorszenarios, das er miterlebte.
Der Journalist schaffte es, die Polizeisperren zu überwinden, geschützt durch eine Maske, die ihm ein Feuerwehrmann gegeben hatte, und kam bis auf wenige Schritte an die verbliebenen Strukturen der beiden Türme heran. Er beschrieb die Luft als eine Mischung aus weißem Staub und schwarzem Rauch, mit einem süßlichen Geruch nach Verbranntem, der den Magen umdrehte, und erklärte, dass um die Mittagszeit, bei strahlendem Sonnenschein, es so dunkel wie Nacht neben dem Ort war.
Die Erzählung beschreibt das absolute Chaos, mit Feuerwehrleuten, Krankenschwestern, Freiwilligen, Medizinstudenten und FBI-Agenten, die versuchten, eine Rettung zu organisieren, ohne offensichtlichen Erfolg. Das erste Rettungsteam wurde beim ersten Einsturz verschüttet, ein Teil des zweiten wurde unter den Trümmern des zweiten begraben, und das dritte bestand aus Feuerwehrleuten in ihrer Freizeit und Fachleuten ohne Felderfahrung. Der Korrespondent beschrieb, wie Tragen mit zerquetschten Leichen herausgetragen wurden, meist Polizisten und Feuerwehrleute, bedeckt mit weißem Staub und Blut.
Sérgio Dávila berichtete, dass er etwa 15 Häuserblocks vom Ort entfernt war, als er sah, wie die Türme in Staubwolken einstürzten, zuerst ohne Geräusch und dann mit einem dumpfen Geräusch, gefolgt von Schreien und Stille. Er beschrieb ein Kriegsszenario, mit Gebäuden in einem Umkreis von drei Häuserblocks, die erschüttert wurden, und einige, die noch einzustürzen drohten. Der Journalist wurde später von den Behörden des Ortes verwiesen.




